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Kleiner Ausschnitt aus was, das ich mal schreiben wollte... habs bis jetzt aber noch nicht gemacht =P Aber wird noch, hoffe ich mal...

~


Es tat gut, hier so zusammen sitzen. Die Themen waren belanglos, unverfänglich. Kleine Anekdoten aus ihrem Leben, an die schon am nächsten Morgen sich niemand erinnern würde, wie alles andere dieses Abends, weggeschwemmt vom Alkohol und dem Wunsch zu vergessen.
Die Stunden vergingen, die Flaschen leerten sich und sie saßen noch immer da.. Sake war nicht mehr hart genug gewesen, so hatten sie zu Wodka gewechselt, dann zu Schnaps. Ihre banalen Themen hatten sich in ein Schweigen gewandelt. Kein unangenehmes Schweigen. Ein Schweigen, das einem das Gefühl gab, der andere wisse alles und doch nichts.
Er kannte den Ablauf. Bald würde auch dieses Gefühl verschwinden, dieses wohlige Schweigen, dass ihn wie in Watte hüllte. Verschwinden und durch ganz andere Empfindungen ersetzt werden. Der Alkohl würde das Ruder übernehmen und ihn mehr und mehr auf den Teil des Abends zusteuern, über den er keine Kontrolle mehr hatte.
Aus Gedanken würden Aktionen werden, aus Blicken Berührungen.
Früher war es so gewesen, gelegentlich. Die richtigen Personen, der richtige Ort, die richtige Menge an Alkohol und der Rest hatte sich ergeben.
Jetzt war es anders.
Statt dass die Welt angenehmer wurde, begann sie sich zu drehen. Er blinzelte, bemüht seine verschwimmende Sicht wieder klar zu bekommen, doch erfolglos. Je mehr er sich bemühte, desto schwerer wurde es und zwang ihn schließlich die Augen für einen Moment zu schließen.
"Was ist, un?", meldete sich eine bekannte Stimme am Rande seiner Wahrnehmung zu Wort. Erst leise, dann lauter, als er nicht reagierte.
"Nichts", entgegnete er und wunderte sich selbst darüber, wie lang er brauchte um seine Gedanken auszusprechen. Alles schien doppelt abzulaufen, einmal in seinem Kopf, einmal in der Realität.
Für einen Moment passte nichts mehr zusammen, die Welt schien sich zu bewegen ohne, dass er etwas dagegen unternehmen konnte, dann begriff er, dass der Blonde ihn wohl auf die Beine gezogen hatte und in Richtung Türe schob.
"Scheiße, Deidara, was tust du", raunte er mit rauer Stimme, nach was ihm wie eine Ewigkeit vorkam. Er brauchte keine Hilfe, er konnte alleine gehen. Dass er sich selbst belog, war ihm bewusst, aber etwas anderes ließ sein Stolz nicht zu. Er musste sich wenigstens vortäuschen, dass er noch die Kontrolle hatte über seinen Körper, wenigstens so tun als ob, bis es vorbei war. Am nächsten Morgen würde er es ohnehin nicht mehr wissen.



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